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«Klaviervirtuose Vadim Chaimovich im Augustinum. Von Bach zu Schubert - Nach der New Yorker Carnegie Hall gastiert der Litaue nun wieder in Bonn» (31.12.09) |
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Von Bach zu Schubert, ein solcher Übergang birgt Tücken: nicht jedoch für Vadim Chaimovich, der jetzt
erneut Gast im Augustinum war. Der 1978 im litauischen Vilnius geborene Pianist, der dieses Jahr die Weihen
der New Yorker Carnegie Hall empfangen hat, ist ein exzellenter Lyriker, dem es überzeugend gelingt, das
poetische Potenzial aus Johann Sebastian Bachs zweiter Französischer Suite (BWV 813) hervorzukitzeln, ohne das
Werk an den Manierismus zu verraten.
Die Staccati der Courante oder Air wirken nicht unerbittlich gemeißelt, sondern werden mit sensibler Musikalität
fast intim dem Flügel abgefordert, wobei Bachs metrische Vorstellungen durchaus Berücksichtigung finden. Franz Schuberts B-Dur-Impromptu aus op. 142, Variationen eines sanglichen Themas, sie klingen hier wie geradlinige Meditationen, schnörkellos und absolut frei jeglicher geschmäcklerischer Romantizismen. Zum Finale schließlich gab es Franz Liszt: Die mit Wagners "Tristan"-Motiv kokettierende "Loreley"-Paraphrase... und, als abschließendes Bravourstück, die Klaviertranskription des Mephisto-Walzers mit aberwitzig unterschwelliger Jazz-Attitüde. |
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| «Brodelnder Vulkan» (4.4.2006) | ![]() |
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...er spielt mit Leidenschaft und Hingabe und doch ist es die Ausgewogenheit zwischen Temperament
und technischer Brillanz, zwischen erkennbarer Taktstrenge und gleichzeitigem
Ausnutzen rhythmischer Spielräume, die seine Interpretation kennzeichnet. Höchste Präzision paart sich
bei dem Litauer mit leidenschaftlicher Hingabe, einem sensiblen Anschlag und dem Willen zur individuellen Interpretation...
Ein bisschen ist Chaimovich wie ein brodelnder und ständig aktiver Vulkan, aus dem Musik mal in sanften Strömen hervordringt, mal in gefährlichen Explosionen hervorbricht, immer aber in leuchtenden Farben - ein beeindruckendes Schauspiel! |
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«Werke bis zum Bodensatz durchleuchtet: Grandioser Klavierabend mit Vadim Chaimovich» (6.2.07) |
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Der studentenfahft wirkende 28-jährige litauische Pianist Vadim Chaimovich... gehört
zur Generation jener Klavierartisten, die schon in sehr früher Kindheit mit der pianistischen
Kultur in Kontakt kamen. Aus diesen Wurzeln hat er eine Ernsthaftigkeit und Kraft entwickelt,
die weit über das Messbare und Vergleichbare hinausgeht. Mit diesem enormen künstlerischen Potenzial
darf er es sogar wagen, den Rahmen des gemeinhin Populären und Gefälligen zu sprengen zugunsten von
Klavierwerken, die man auf der einen Seite selten hört, auf der anderen Seite wegen ihrer eher sperrigen Aussage
durch den Pianisten von innen her ausgedeutet werden müssen, damit sie ihren Charme entfalten... ...die mit stehenden Ovationen herausgeforderten zwei Zugaben des begeisterten Publikums waren Betthupferl der leichteren, gefälligen Art. Der Schlusssatz einer Mozartsonate, ein Allegretto geriet brillant zu einem Presto ohne dabei seinen Mozartschen Charme zu verlieren. Ein liedhaft dahinströmender Mendelssohn aus "Lieder ohne Worte" war der beruhigende und wohltuende lyrische Ausklang eines erinnerungswürdigen Klavierabends. |
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| «Mit echter Empfindung gespielt» (20.3.04) | ![]() |
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...der Star des Abends war dann Vadim Chaimovich, der 26-jährige
litauische Pianist, der zur Zeit bei Prof. Peter Rösel in Dresden sein
Aufbaustudium absolviert. Er wählte für seinen Klavierabend
anspruchsvolle, seltener gespielte Literatur. Um es vorwegzunehmen:
Chaimovich ist eine zu ganz großen Hoffnungen berechtigende junge
Künstlerpersönlichkeit, die über eine profunde Technik verfügt, aber
auch zu gestalten versteht. Er begann mit Josephs Haydn Sonate in As-Dur. Alles lief
bei ihm traumwandlerisch sicher, wie ein Uhrwerk... Vor der Pause brachte Chaimovich Robert Schumanns "Humoreske" op. 20, ein technisch äußerst schweres Stück aus acht ineinander überfließenden Teilen. Der Einleitung, mit echt Schumannscher Empfindung gespielt, folgte dann Gegensatz auf Gegensatz: Mal humorvoll keck, mal aggressiv, dann wieder innig, darauf dramatisch, um zwischenrein nachdenkliche Ruhepunkte poesievoll auszudeuten. Ein ausladendes Werk, das alles abfordert... Nach der Pause spielte Chaimovich Franz Schuberts Sonate in A-Dur D 959. Auch hier dominierte der kraftvolle Einsatz. Aber er schuf Kontraste: frappierend virtuose Tonwiederholungen, absolute Griffsicherheit, daneben zauberhaft lyrische Piano-Stellen. Mit seinen akrobatisch wirkenden Händen und Fingern scheint er alles mühelos bewältigen zu können. Das Publikum war begeistert. Es folgte eine Zugabe mit sehr viel Sinn für Farbgebung. |
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«Keine Note ist unwichtig: Chaimovich in Herxheim» (12.10.04) |
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Wenn ein mehrfach ausgezeichneter Presiträger namhafter Klavierwettbewerbe einen Klavierabend
gibt, dann sind mit Recht die Erwartungen sehr hoch. Vadim Chaimovich übertraf sie,
er überzeugte auf sehr hohem Niveau, in der Villa Wieser Herxheim. Brillanz, Spannung
und Verve kennzeichneten sein Spiel... Vadim Chaimovich verfügt über eine reiche Palette an Klangfarben, vor allem über ein absolut sicheres technisches Rüstzeug. Dies erlaubte ihm auch, die ganze Raffinesse und Ironie des teuflisch schweren Mephisto-Walzers fulminant zur Geltung zu bringen... Es war eindrucksvoll, diesen Künstler zu hören, das Spiel seiner Hände zu beobachten. |
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| «Ausgefeilte Technik am Klavier: Litauer Vadim Chaimovich spielt im Kloster Wenningsen» (17.1.05) |
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Im ausverkauften Konzertsaal hat der junge Litauer Vadim Chaimovich am Sonnabende eine exzellente Darbietung am
Klavier mit Werken von Schubert und Rachmaninoff geboten. Bereits beim einleitenden Impromptu B-Dur... konnte
Chaimovich die Bandbreite seines Könnens präsentieren: präzieser Anschlag, ausgefeilte Technik und gutes
musikalisches Gespür. Saubere Artikulation in Trillern und Punktierungen, die perlenden Läufe, kräftig gegriffene Akkorde... |
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«Virtuose Spielfreude» (2.11.04) |
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Erfahrung und jugendliche Spielfreude fügen sich bei Chaimovich zu einem stimmigen
Gesamtbild. Franz Schuberts A-Dur-Sonate D. 959 etwa spielt er mit wunderbar
zurückhaltendem Habitus - das Werk spricht für sich. Der Künstler ist praktisch
nicht präsent, aller Raum gehört der Kunst. Anders im zweiten Teil des Abends. Denn dieser ist geprägt von Chaimovichs überschwänglicher Virtuosität. Sergej Rachmaninoffs "six moments musicaux" erstrahlen als schillernde Klagperlen. Melancholisch, aber nie schwerfällig. Voller Leidenschaft und doch mit emotionalem Tiefgang. Und in Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie bricht sich die unbeschwert-elegante Spielfreude des jungen Virtuosen vollends Bahn. Der Applaus ist frenetisch... |
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| «Erwartungen übertroffen» (6.12.07) | ![]() |
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Wenige Pianisten widmen sich den frühen Sonaten von Haydn, und wenn doch, werden sie meist als gelegentlich
drollige Petitessen behandelt. Vadim Chaimovich begann seine Klaviersoirée auf der Weitenburg mit Haydns
früher G-Dur Sonate. Er legte ihren unter der eingängigen Oberfläche liegenden Facettenreichtum offen, dabei
immer klar und zielbewusst phrasierend und die musikalischen Gehalte durch enorm vielfältige agogische Finessen
verdeutlichend. Ein seltenes Kunststück gelang ihm: Er machte sich nie einer stilwidrigen Übertreibung schuldig.
Und doch erlag sein Vortrag an keiner Stelle der enervierenden Starrheit des Musizierens à la „historische Aufführungspraxis“. Atemberaubend spannend gelang ihm die Darstellung von Mozarts c-moll Sonate. Chaimovich verzichtete auf die Wiederholung [...] der Durchführung, deren ungeheuer dicht gearbeitete Textur er subtil, konzentriert und leidenschaftlich darstellte. Je zwei mit Bedacht ausgewählte und hinreißend interpretierte Mazurken (aus Opus 7) und Nocturnes (aus Opus 9) von Chopin leiteten über zum „Virtuoso“-Teil des Programms. Seine Freude an artistisch-pianistischer Bravour hatte Chaimovich zuvor gezügelt; dennoch war sie etwa im Vierundsechzigstel-Brausen der c-moll Sonate Mozarts schon angeklungen. Die außergewöhnliche Fähigkeit des knapp dreißigjährigen, mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichneten Künstlers zu Rasanz und Präzision wurde in den irrwitzigen Czerny-Variationen zum „Sehnsuchtswalzer“ Schuberts deutlich, am Ende in drei „Preludes“ von Rachmaninoff. Gastgeber Max-Richard Freiherr von Rassler junior hatte den Pianisten als „Ausnahme-Künstler“ angekündigt. Vadim Chaimovich hat die hochgespannten Erwartungen übertroffen. |
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«Mit Leidenschaft am Flügel» (14.01.08) |
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Schwärmerisch, leidenschaftlich, schicksalhaft - das Stimmungsspektrum der Klangkunstwerke, mit denen Vadim Chaimovich [...]
die Zuhörer bezauberte, war breit... Sein Auftritt riss zu komentaren wie "der muss vier Hände haben" hin. Fünf Mal rief
ihn der Applaus auf die Bühne zurück. Er dankte mit Zugaben. So hörenswert die sorgfältig ausgewählten Kompositionen waren, so leidenschaftlich musikalisch, dabei aber höchst diszipliniert, war das Spiel. Chaimovich ging die Sonate KV 457 von Mozart mit leidenschaftlicher Spannung an, leitete im Adagio in eine filigrane zartdynamische Gefühlswelt über und griff im Schlusssatz auf den Charakter des konfliktgeladenen ersten Satzes zurück. Die „Variationen“ über Franz Schuberts (1797-1828) berühmtesten Walzer, den „Sehnsuchtswalzer“, wahre Kostbarkeit Schubertischen Einfallsreichtum, gepaart mit Czernys musikalischer, mitunter akrobatischer Erfindungskraft, und dazu Chaimovichs Fingerfertigkeit löste einen fulminanten Beifall aus. Drei satztechnisch anspruchsvolle Prèludes aus op.32 und op.23 [von Rachmaninov] standen auf dem Programm. Der Solist interpretierte sie mit erlesener Klangwelt. Die rastlosen Finger der rechten Hand reihten in Nr.12 gis-Moll die Töne zu einer glitzernden Perlenschnur, während die linke Hand in Nr.5 G-Dur mit scheinbarer Schwerelosigkeit lichte Aquarellfarben malte. Ganz anders begann Nr.7 c-Moll. Den raschen stürmischen Figuren der Anfangstakte folgten farbenprächtige Harmonieumschwünge, nachdenkliche, schwer gewichtige Akzente setzend... Mit einem vierfachen Forte setzte Chaimovich den Schluss- und Höhepunkt des Abends und löste damit im Saal einen packenden Beifall aus. Nachdem die Spannung sich zumindest etwas gelöst hatte, ließ der Künstler den Abend mit zwei Zugaben von Mozart und Chopin feierlich ausklingen. |
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| «Mozart, Ungarn und die Niederlausitz» (14.11.06) | ![]() |
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Den Rahmen [des Konzertes] bildeten zwei Mozart-Klavierkonzerte, die der Dirigent Milko Kersten in der von
Mozart selbst ausdrücklich vorgesehenen Fassung mit Streichorchester aufführte...
Was Vadim Chaimovich im Konzert C-Dur KV 415 an Nuancen, Fluss und Lebendigkeit zeigte, war eine kleine Sensation. Chaimovich musizierte auf den Punkt genau, zeigte eigenwillige, aber schlüssige Kadenzen und demonstrierte einen durchweg perlenden, klangintensiven Anschlag - das Zuhören wurde so zum reinen Vergnügen... |
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«Bescheidenheit und Bravour: Vadim Chaimovich spielte in Schlitz» (4.8.06) |
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Seine pianistische Brillanz steht ganz im Dienste der Werke, feinfühlige
Bescheidenheit kennzeichnet seine außergewöhnliche Interpretationskunst... Als Einstieg wählte er Mozarts 10. Klaviersonate in C KV 330. Frisch und mit perlender Leichtigkeit gestaltete er die Ecksätze, wobei seine feinfühlige Gestaltung vor allem in den ganz leichten Rubati deutlich wurde. Den rührenden Abgesang des Andantes wird man gern in Erinnerung behalten... |
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| «Gefühlvoll bis zum wuchtigen Finale» (28.8.07) | ![]() |
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Gleich das erste Konzert der Musikalischen Gesellschaft in der neuen Spielzeit
begeisterte die Zuhörer... Freunden anspruchsvoller Klaviermusik wurde bei dem Konzert einiges geboten. Das Spiel des 29-jährigen Pianisten war leichthändig und gefühlvoll und zugleich intensiv und voller Dramatik. Stürmisches Temperament und pointiertes Spiel Chaimovich brachte das stürmische Temperament und den an die Rokokozeit erinnernden Hauptteil der Sonate c-moll KV 457 von Mozart eindrucksvoll zur Geltung. Düster-rasante Passagen wurden von zierlich-leichten Abschnitten kontrastiert... Die Zuhörer ließen sich ganz von der intensiven Musik gefangen nehmen. Chaimovich... begeisterte das Publikum mit seinem gefühlvollen und pointierten Spiel. Für den kräftigen Applaus bedankte sich der Pianist mit zwei Zugaben. |
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«Klangwelten von Melancholie: Pianist Vadim Chaimovich begeisterte das Publikum» (11.2.03) |
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In Schloss Hirschberg legte [Vadim Chaimovich] einen Klavierabend hin, an dem er
nicht nur mit einem technisch extrem anspruchsvollen Programm glänzte, sondern
auch die teils sehr bekannte Stücke spannend gestaltete. Seinem Chopin spendete Chaimovich reichlich Pedal, aber er ging damit so meisterhaft um, dass sich statt unangenehm dicklichen Klangwirkungen weiche und zart farbige Schleier ergaben. Sei es in den beiden Moll-Balladen oder den ersten beiden Nocturnes aus Op. 15: Die träumerisch, langsam und verhalten genommenen lyrisch-melodischen Teile strömten atmende Ruhe aus. Hier dachte man nicht mehr an so profane Dinge wie Anschlag, Klangkultur und Phrasierung, sondern spazierte durch nebelverhangene Parklandschaften, blickte melancholisch auf herbstlich gefärbte Bäume und freute sich an der Wärme der mild leuchtenden Melodien... Das begeisterte Publikum konnte davon gar nicht genug bekommen... |
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| «Ein ungewöhnlich eindrucksvoller Klavierabend: Vadim Chaimovich erfüllte mit seinem beseelten Spiel höchste Ansprüche» (1.10.07) |
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Der Gartensaal in Schloss Hallenburg war bis auf den letzten Platz besetzt. Und das aus gutem Grund,
wurde doch das Publikum rundum beglückt vom beseelten Spiel des jungen litauischen Pianisten Vadim Chaimovich.
Schon im August vergangenen Jahres hatte er seine Hörer begeistert. Dies setzte er jetzt mit einem Programm
fort, das Stücke der Wiener Klassik mit denen der Spätromatik verband. Chaimovich spielte... Mozarts c-Moll-Sonate KV 467. [Er] versteht es, die Musik ganz von Innen her zum Klingen zu bringen, bescheiden tritt er hinter dem Werk zurück und lässt es aus sich selber singen. Die Besonderheit der leidenden Grundstimmung, aber auch die Bejahung des Schmerzes wurden besonders im ergreifenden Andante und dann im unruhigen, durch Tempounterschiede und breite Tonskalen geprägten 3. Satz deutlich... Chaimovitch tritt nicht als Klavierlöwe auf, sondern verzehrt sich fast unter dem Anspruch der Komposition. Mit drei Zugaben [...] bedankte sich der sichtlich erschöpfte Künstler von seinem begeisterten Publikum. |
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«Begeisterungsstürme für jungen Pianisten» (30.7.07) |
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Chaimovich ist ein sehr vielseitiger Pianist, wie sein abwechslungsreiches Programm im
Rittersaal offenbarte. Zunächst erstaunten sein energischer, sicherer Anschlag und seine
sparsam eingesetzte Pedaltechnik, die seinem Spiel viel Klarheit verleihen. Das fiel
bereits zu Beginn auf, als Chaimovich die selten gespielte, noch an der Barockmusik
orientierte Haydn-Sonate G-Dur Hob. XVI:6 vortrug, die nur scheinbar ein reines
Einspielstück ist. Sehr transparent, nuanciert und dynamisch differenziert war seine
Interpretation. Mozarts eruptive Sonate c-Moll KV 457 fand bei dem jungen Künstler eine starke Ausdrucksverdichtung. In Chopins Mazurken op. 7 Nr.2 a-Moll und Nr. 3 f-Moll dominierten der stampfende Rhythmus und der Stimmungswechsel zwischen Wehmut und Lebenslust, während Chaimovich den ariosen Inhalt der Nocturnes op. 9 Nr.1 b-Moll und Nr. 3 H-Dur mit expressivem Gefühl, jedoch ohne überbetonte Sentimentalität formulierte. Mit tänzerischem Elan und sehr leichter Hand trug er die Grazer Walzer D 924 von Franz Schubert vor. Und er erntete Begeisterungsstürme mit der effektvoll virtuosen Wiedergabe der Variationen über Franz Schuberts Sehnsuchtswalzer von Karl Czerny - mit den atemlosen Tempi und rasanten Läufen ein wirkungsvoller Schluss eines bemerkenswerten Abends. |
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| «Verbier-Akademie: Klasse Nachwuchs» (28.7.02) | ![]() |
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Am Klassik-Festival in Verbier haben junge Musiker die einzigartige Chance, mit Stars
zusammenzuspielen. Wer hier dabei ist, gehört zu den besten Musikstudenten der Welt...
Der russische Pianist Boris Petrushansky ist überzeugt, dass er von seinem Schüler Vadim Chaimovich lernt... |
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«Tastenkünstler bringt Klaviermusik zum Glitzern» (18.5.04) |
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Zum Eindruckmachen eignet sich Liszts Klaviermusik hervorragend - vorausgesetzt, es hat
einen Musiker, der sie entsprechende vorträgt. Vadim Chaimovich... machte schwer
Eindruck auf sein Publikum, das zweimal den Kreuzgang im Dominikanerkloster füllte. Schon im ersten Teil geizte das Publikum nicht mit Bravorufen... Das versonnene Petrarca-Sonett Nr. 104 bildete den Auftakt zu einem Block mit gerne gehörten Liszt-Stücken. In ungekünstelten Phrasen vorgetragen, klang es so anrührend sacht aus, dass niemand zu applaudieren wagte... Der Liszt war aber nicht das Einzige, was Anlass zum Schwärmen gab... In Sachen Lebendigkeit und Klangfarbe brachte der litauische Tastenkünstler die Sonate Hob. XVI:46 von Haydn aber nicht weniger zum Glitzern, was ihm mit ansprechenden... Tempi und ideenreichen, aber nicht übertriebenen Phrasierungen vorzüglich gelang. In der A-Dur-Sonate D 959 von Schubert kehrte es dann wieder: jenes umsichtige Anschlagsgefühl, das mit einer wohldosierten Pedalierung die Sonate zu einer so herzzerreißenden Wehklage werden ließ, dass das frisch geträllerte Scherzo noch einen wehmütigen Geschmack behielt. Die Stimmführungen schnitzte Chaimovich so edel heraus, dass man sich gar nich mühen musste, den grandiosen sinfonischen Charakter der Komposition zu erlauschen. Seine satten, gleichmäßigen Akkorde harmonierten unwiderstehlich mit dem vollen Klang des Flügels... |
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| «Im Sturm alle Zuhörer erobert» (13.8.04) | ![]() |
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[Vadim Chaimovich] riss das Publikum am Sonnabend im Kloster-Sommer-Konzert zu lautstarken
Ovationen hin. Was hier zu hören war, ist wahrhaft nicht alltäglich... Vadim Chaimovich hatte die Festung kundiges Publikum mit einer Sturmattacke genommen. Mit der faszinierenden Klarheit und Tiefe seines Spiels, einer erstaunlichen Reife für die Schwermut Schuberts, mit Kaskaden an perlenden Läufen und einer unwiderstehlichen Welle an Klanggewalt... Nach fast zwei Stunden sah man einen erschöpften, aber glücklichen Solisten und ein Publikum voller Staunen über so viel Musikalität. |
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«Aus dem Gelenk geschüttelt: Vadim Chaimovich bei den Seeheim-Jugenheimer Kulturtagen» (7.6.98) |
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Vor lauter Begeisterung über das brillante Spiel des erst zwanzigjährigen
Pianisten Vadim Chaimovich erhoben sich die Zuhörer im nahezu
vollbesetzten Gartensaal des Schlosses Heiligenberg in Jugenheim von ihren
Sitzen und brachten am Samstag Abend dem jungen Instrumentalisten... ihre Ovationen dar.
Chaimovich ist ein äußerst temperamentvoller Musiker, der einerseits ein kraftvoll hämmerndes Spiel pflegt, andererseits aber mit feinen, runden und perlenden Tönen seinem Publikum imponiert, wie etwa in den flott und geschmeidig von den Fingern gehenden Schubert-Impromtus op. 90 in As- Dur und Es-Dur. Bezeichnend auch, dass er drei Sonaten Scarlattis an den Beginn seines Abends stellte. Hier meißelte er geradezu mit gradliniger Schärfe - bei sehr sparsamem Einsatz des Klavierpedals - die Einzeltöne heraus. Mehr noch, man meinte, er würde sie allesamt aus seinem Handgelenk schütteln, derart locker traktierte er die Tasten... Nach dem leichtgängigen Rondo op.51,1 von Beethoven ging der Pianist dessen "Appassionata" mit geradezu mitreißendem Elan an. Das Tempo, das der Instrumentalist anschlug, war von Beginn an derart hoch, dass man sich fragte, wohin das noch führen würde. Doch Chaimovich meisterte fast mühelos die das Tempo beschleunigende Schlusssteigerung dieser Sonate. Seinen mitunter harten Attacken setzte er fein ausgewogene Klänge entgegen, die von der hohen Anschlagskultur dieses jungen Pianisten zeugen. So beleuchtete er in Chopins Ballade g-moll op. 23 sowohl die lyrisch zart gesponnenen wie die dramatisch zupackenden Seiten. |
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| «Die "Fülle des Wohllauts" verzauberte: Vadim Chaimovich im zweiten Medinger Sommerkonzert - faszinierende Choreografien» (7.6.05) |
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Wie dieser... Pianist am Flügel sitzt, meint man, die Melodien flössen ihm gerade
in diesem Moment zu, als improvisierte er nur für sich, voller Demut vor dem Schöpfer
dieser Noten. Der Abend war wie im letzten Jahr bereits ein Erlebnis, und inzwischen eilt
dem Musiker die Begeisterung seines Publikums voraus... Es waren faszinierende Choreografien, die hohe Kultur ausstrahlten, voller Rhythmus, Bindekraft und atmosphärischem Glanz. Die "Fülle des Wohllauts", wie Thomas Mann die Musik nannte, verzauberte und hielt in Spannung. Die gläserne Präzision des Spiels war zu drehen und zu wenden - stets das gleiche Funken. Nach zwei Stunden konnte das Publikum nur begeistert sein. |
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«L'harmonie de la Paix se conjugue a l'excellence» (27.5.02) |
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Puis, Vadim Chaimovich a conféré son point d'orgue à la soirée.
Fougueux, inventif, fin coloriste, le pianiste a livré une lecture admirable de
trois oeuvres de Franz Liszt, "La Rhapsodie espagnole", le "Sonnet 104 del Pétrarque"
et la diabolique "Valse de Mephisto". Difficile d'être plus proche de l'idée
que l'on se fait de la perfection! Une révélation qui a suscité un
tollé d'applaudissements...
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| «Als säße Liszt am Klavier» (17.2.98) | ![]() |
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Beethovens "Appassionata" gehört zu den Standardwerken der Klaviermusik. Deshalb
muss ein Pianist immer wieder interpretatorische Nischen finden, um diese Sonate
überzeugend darzustellen. Just dies gelang dem jungen Litauer Vadim
Chaimovich... Chaimovichs packender Zugriff vermochte die extremsten Gegensätze miteinander zu verbinden. Dank seiner beispielhaften Anschlagskultur reizte er die dynamische Palette aus und bot somit eine spannende Interpretation. Der erst zwanzigjährige Pianist... brachte dann mit einem erzählerischen Ansatz Chopins Ballade g-moll op. 23 zu Gehör. Klare Melodiebögen und Phrasierungen vermittelten unter samtig weichen Anschlag intensive Stimmungsbilder. Ebenso stimmungsvoll präsentierte Chaimovich die vier Impromtus op. 90 von Schubert. Die Melodiebögen glichen hier lyrischen Gesangsstimmen. Ein pianistisches Feuerwerk erstrahlte dann in Liszt "Rhapsodie espagnole". Man fühlte sich an den jungen Liszt erinnert, der die Damen zum weinen gebracht haben soll. Dass Chaimovich nicht nur höchste Virtuosität mit Leichtigkeit und Eleganz meisterte, sondern ebenso ein Gespür für die Strukturen barocker Meister fand, offenbarte sich in den drei Scarlatti-Sonaten, die das Konzert eröffneten. Am Ende war das Publikum begeistert und wollte den Künstler nicht ohne Zugabe gehen lassen... |
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«Zwei Partituren - zwei Welten: Vadim Chaimovich spielte Mozart und Brahms im Kloster Medingen» (2./3.10.06) |
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Dem Solisten gelangen [in Mozarts Sonate c-moll KV 457] weit angelegte Spannungsbögen voller Seele und
Wehmut. Keine pedantische Enge, sondern pulsierende Musikalität und hinreißender Klangzauber
offenbarten eine Intensität des Fühlens, der man sich nicht entziehen konnte... Nach der Pause gab es Brahms' Sonate op. 5 f-moll. Mit einem weiteren Zuwachs an Vitalität verursachte der Interpret atemlose Schauer der Erregung und uneingeschränkte Bewunderung, fesselte und elektrisierte er sein Publikum nicht nur mit technischer Brillanz, sondern ebenso mit der geistigen Dimension zwischen klassischer Kompositionslogik und romantischer Poetik... Bravo! |
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| «Mit kraftvoller Dramatik: Vadim Chaimovich im Heusweiler Rathausfestsaal» (27.11.06) |
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Es soll Menschen geben, die zu etwas ganz Bestimmten geboren werden. Wenn dem so ist,
dann ist Vadim Chaimovich auf der Welt, um Klavier zu spielen.
Am Abend des vorigen Freitags füllte er den Rathausfestsaal in Heusweiler mit großer Musik... [Die] Intensität kam an, das Publikum war... restlos begeistert. Mit kraftvoller Dramatik fesselte der 28-Jährige seine Zuhörer... Fast verlegen lächelte er beim ausgiebigen Applaus und griff wieder in die Tasten. Und wieder war sein Spiel einfach wunderbar. |
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